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Forschungsprojekte

Deutsch-jüdische Bibelwissenschaft: Theologische Perspektiven

Quelle: Library of Congress (CC0 1.0)
The Damascus Document Scroll 4Q271 (4QDf)

Tagung

Am 26. und 27. September 2016 richtete der Lehrstuhl für Hebräische Bibel und Exegese eine internationale Fachtagung zum Thema Deutsch-jüdische Bibelwissenschaft: Theologische Perspektiven aus. Wissenschaftler_innen aus Deutschland, Österreich, Israel und den USA sprachen über Aspekte jüdischer Auseinandersetzung mit der Bibel im 19. und frühen 20. Jahrhundert und diskutierten über Perspektiven, Aufgaben und Ziele einer gegenwärtigen und zukünftigen jüdischen Bibelwissenschaft in Deutschland. Die Tagung wurde finanziell unterstützt von der Fritz Thyssen Stiftung, dem Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und der Leo Baeck Foundation.

Quelle: Library of Congress (CC0 1.0)
The Damascus Document Scroll 4Q271 (4QDf)

Tagungsband

Tagungsband: Deutsch-Jüdische Bibelwissenschaft – Beiträge der internationalen Fachtagung, 26.-27. September 2016, Potsdam, DeGruyter 2018, Reihe: Europäisch-Jüdische Studien

In dem für 2018 geplanten Tagungsband werden die Arbeiten jüdischer Exegeten und Übersetzer des 19. und 20. Jahrhunderts im Kontext der entstehenden historisch-kritischen Bibel¬wissenschaft beleuchtet. Im Fokus stehen dabei Fragen nach Motivationen für die Neuakzentuierung der Bibel, nach ideengeschichtlichen Perspektiven und nicht zuletzt nach gezielt jüdischen Interessenschwerpunkten in Ergänzung zu einer historisch-kritischen Bibelwissenschaft überwiegend protestantischer Provenienz. Zudem wird untersucht, wie sich die exegetischen Entwicklungen der Aufklärung auf jüdische Bildung und alltäglich gelebte jüdische Identität auswirkten. 

In der Reflexion der Geschichte der deutsch-jüdischen Bibelwissenschaft soll der Sammelband dazu anregen, auch heute nach Orientierungsgrößen für die jüdische Auseinandersetzung mit der Bibel im deutschen Bildungsalltag zu suchen. Zudem verstehen die Herausgeber_innen den Band als Anstoß zur Auslotung des Verhältnisses zeitgenössischer jüdischer Bibelwissenschaft zu ihren christlichen und weiteren Nachbardisziplinen.

Herausgeber_innen des Tagungsbandes sind Daniel Vorpahl, Shani Tzoref und Sophia Kähler.

Digital Edition of the Damascus Document

Prof. Dr. Shani Tzoref arbeitet derzeit in Kooperation mit der Universität Göttingen an einer digitalen Edition des Damaskus Dokuments. 

Die Hebräische Bibel in der revidierten Übersetzung von Rabbiner Ludwig Philippson

Mit der Revision der Tora und der Haftarot in der Übersetzung Ludwig Philippsons haben das Abraham Geiger Kolleg und der Herder Verlag 2015 einen wertvollen Teil deutschsprachiger jüdischer Literatur- und Geistesgeschichte wieder ihrem verdienten Sitz im jüdischen Leben in Deutschland zugeführt. Dort hat die revidierte Fassung der zweisprachigen Chumasch-Ausgabe rasch wieder ihren Platz beim alltäglichen Lesen, Lernen und Studieren zu Hause, in Schule und Synagoge gefunden.

2016 erschienen bereits die überarbeitete 2. Auflage der revidierten Philippson-Tora sowie Band 2: Die Propheten/Newi’im (Herder 2016). Die Herausgeber Walter Homolka, Hanna Liss und Rüdiger Liwak setzen das erfolgreiche Editionsprojekts gemeinsam mit dem Herder Verlag auch 2017 weiter fort. Derzeit arbeiten Prof. Liwak und sein Team an der Revision der Schriften/Ketuwim.

Hier kann man die Philippson-Tora erwerben.

Encyclopedia of Jewish-Christian Relations

Mit dem Forschungs- und Publikationsprojekt Encyclopedia of Jewish-Christian Relations soll ein Überblick über die jahrhundertlange Tradition jüdisch-christlicher Interaktion bis in die heutige Gegenwart  gegeben, und damit ein Standardwerk der interdisziplinären Forschung im Bereich jüdisch-christlicher Beziehungen geschaffen werden. Geplant sind Beiträge namhafter internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, zu bis zu 200 relevanten Themen. Die Beiträge werden sich mit den Themen spezifisch unter dem Gesichtspunkt jüdisch-christlicher Beziehungen auseinandersetzen, d.h. nicht jeweils einen jüdischen und einen christlichen Aspekt isoliert voneinander betrachten, sondern die diesbezügliche Interaktion in den Vordergrund stellen. Anlässlich einer Reihe  von Konferenzen werden Autoren ihre Beiträge vorstellen und  diskutieren. Neben der Darlegung des gegenwärtigen Forschungsstandes werden damit auch die Grundlagen für die Vertiefung und Erweiterung dieser Thematik geschaffen und neue Perspektiven für die zukünftige Forschung und die Beziehung zwischen diesen beiden monotheistischen Religionen deren Traditionen die Kulturen Europas wesentlich geprägt haben, im Kontext zunehmend säkular und religiös diversifiziert geprägter Gesellschaften, aufgezeigt werden.