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Schülerwettbewerb Jüdische Theologie 10.-13. Klasse

„Vielfalt im Judentum?! – Pluralismus in Geschichte und Gegenwart“

Für das Schuljahr 2017/18 schreibt die School of Jewish Theology der Universität Potsdam in Partnerschaft mit den Rabbinerseminaren Abraham Geiger Kolleg und Zacharias Frankel College einen Schülerwettbewerb zum Thema „Vielfalt im Judentum?! - Pluralismus in Geschichte und Gegenwart“ für Klassen, Kleingruppen bis fünf Personen oder auch einzelne Schülerinnen und Schüler aus. 

Das Judentum war zu allen Zeiten vielfältig - und ist es auch heute. In der Bibel können wir verschiedene Stimmen vernehmen - von Priestern, Propheten und ganz normalen Menschen. In der rabbinischen Literatur der Antike werden gerade auch die Stimmen derer überliefert, die nicht die Anerkennung der Mehrheit gefunden haben. Im Mittelalter stehen sich rationalistische Philosophen und esoterische Mystiker gegenüber und in der Moderne gibt es nicht nur die verschiedenen jüdischen Strömungen von Reform über Masorti bis zur Orthodoxie, sondern Juden sind Teil fast aller gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Bewegungen. 

Alle Facetten jüdischer Religion, Kultur und Geschichte können in diesem Wettbewerb behandelt werden. Aspekte der religiösen Überlieferung aller Epochen genauso wie jüdische Lokalgeschichte einzelner Orte. Rosa Luxemburg Engagement in der Politik wirft die Frage auf, ob man Atheist und Jude zugleich sein? Auch das Wirken von Moses Mendelssohn, Hugo Preuss oder Fritz Haber lasst fragen, wie sich verschiedene nationale, ideologische und religiöse Zugehörigkeiten vereinbaren lassen? Ebenso spielen aktuelle Fragen wie die Gleichberechtigung der Geschlechter, Ökologie und soziales Engagement für Ausgegrenzte und Verfolgte heute eine große Rolle im Judentum. 

Die Form der Beiträge kann ganz verschieden sein. Texte wie Essays, Reportagen und Interviews sind willkommen. Ebenso Theaterstucke, Filme oder Musikaufnahmen. Auch die Erarbeitung einer Ausstellung ist möglich. Für manche bedeutet diese Beschäftigung mit dem Judentum eine Auseinandersetzung mit der eigenen Religion und Geschichte. Für andere führt die Beschäftigung mit dem Judentum zur Reflexion der eigenen christlichen, muslimischen oder auch atheistischen Herkunft. Es sind ausdrücklich auch Arbeiten willkommen, die einen Vergleich jüdischer Positionen mit anderen Religionen vornehmen. 

Teilnehmerinformationen 

Teilnehmen können Klassen, Kleingruppen (bis zu 5 Personen) und Einzelpersonen der 10. bis 13. Jahrgangsstufe. Die Anmeldung erfolgt über die Email-Adresse: schuelerpreisSOJT@uni-potsdam.nomorespam.de

Einsendeinformationen 

Universität Potsdam 
Institut für Jüdische Theologie 
Stichwort: Schülerpreis 
Am Neuen Palais 11, Haus 2 
14469 Potsdam. 

Material und Präsentationsart 

Der Wettbewerbsbeitrag soll in Form eines Portfolios eingereicht werden. Dabei gehören zum eigentlichen Wettbewerbsbeitrag (Essay, Reportage, Tagebuch, Film, Tonaufnahme oder Ausstellungstafeln) auch die Angabe der Quellen und ein knappes Tagebuch der Arbeit von der Themensuche bis zum fertigen Ergebnis. Es soll sowohl der Standpunkt der Gruppe, als auch die Argumentation verständlich recherchiert und präsentiert werden. Kriterien sind die Form und Gestaltung des Portfolio und die Nachvollziehbarkeit der Argumente. 

Kontakt: schuelerpreisSOJT@uni-potsdam.nomorespam.de

Preise und Auszeichnungen 

Der Hauptpreis besteht in der Einladung zur Preisverleihung nach Berlin und Potsdam für die besten drei Beiträge (Klassen und Kleingruppen können dabei jeweils nur zwei Vertreter schicken). Teilnehmende Klassen können Geld für ihre Klassenkasse gewinnen (1. Preis € 300, 2. Preis € 200, 3. Preis € 150).
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs erhalten eine persönliche Teilnehmerurkunde mit Angabe des behandelten Themas und der Form der Prasentation.

Materialien

  • Neues Lexikon des Judentums, Julius H. Schoeps, Gutersloh 2000
  • Portal Judentum Wikipedia (viel besser ist die englische Wikipedia!)
  • Encyclopedia Judaica (englisch)  
  • Basiswissen Judentum, Andreas Nachama, Walter Homolka, Hartmut Bomhoff, Herder 2015