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Encyclopedia of Jewish-Christian Relations

Mit dem Forschungs- und Publikationsprojekt Encyclopedia of Jewish-Christian Relations soll ein Überblick über die jahrhundertlange Tradition jüdisch-christlicher Interaktion bis in die heutige Gegenwart  gegeben, und damit ein Standardwerk der interdisziplinären Forschung im Bereich jüdisch-christlicher Beziehungen geschaffen werden. Geplant sind Beiträge namhafter internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, zu bis zu 200 relevanten Themen. Die Beiträge werden sich mit den Themen spezifisch unter dem Gesichtspunkt jüdisch-christlicher Beziehungen auseinandersetzen, d.h. nicht jeweils einen jüdischen und einen christlichen Aspekt isoliert voneinander betrachten, sondern die diesbezügliche Interaktion in den Vordergrund stellen. Anlässlich einer Reihe  von Konferenzen werden Autoren ihre Beiträge vorstellen und  diskutieren. Neben der Darlegung des gegenwärtigen Forschungsstandes werden damit auch die Grundlagen für die Vertiefung und Erweiterung dieser Thematik geschaffen und neue Perspektiven für die zukünftige Forschung und die Beziehung zwischen diesen beiden monotheistischen Religionen deren Traditionen die Kulturen Europas wesentlich geprägt haben, im Kontext zunehmend säkular und religiös diversifiziert geprägter Gesellschaften, aufgezeigt werden.

Für mehr Informationen siehe hier

EJCR in Rom beim 10ten Enoch Nangeroni Treffen zu Gender und Antikem Judentum

Das Forschungs- und Publikationsprojekt Enzyklopädie für Jüdisch-Christliche Beziehungen (EJCR) hat das diesjährige Enoch Nangeroni Treffen finanziell gefördert sowie organisatorisch unterstützt. Vom 17.-21. Juni 2018 haben sich 40 Experten aus 10 Ländern zu "Gender and Second Temple Judaism" ausgetauscht.

Das Enoch Seminar ist ein offenes, inklusives Forum mit internationalen Wissenschaftlern des Frühjudentums, -christentums und des Islams. Wissenschaftler mit verschiedensten methodologischen Ansätzen treffen beim Enoch Seminar aufeinander, präsentieren ihre Forschung, und tauschen sich aus und tragen so zum verbesserten Verständnis von Juden, Christen und Muslimen sowie ihren gemeinsamen historischen Wurzeln bei. Das Format des Enoch Seminars ist ein besonderes, da die Aufsätze im Vorhinein zirkuliert, während des Meetings dann ausführlich diskutiert werden, und schließlich in publizierter Form auch der Öffentlichkeit verfügbar gemacht werden.

EJCR's Podiumsdiskussion zu Jüdischer Jesus-Forschung und Fragen der Christologie

Am 20. Juni 2018 präsentierte das Forschungs- und Publikationsprojekt Enzyklopädie für Jüdisch-Christliche Beziehungen (EJCR) eine Podiumsdiskussion zu "Jewish Jesus Research and Questions of Christology". Die Veranstaltung fand in Rom statt, in Kooperation mit dem Enoch Seminar sowie mit der Unterstützung des Päpstlichen Bibelinstituts und der Päpstlichen Universität Gregoriana. Zu den Diskussionsteilnehmern gehörten:

-   Prof. Daniel Boyarin, University of California, Berkeley

-   Prof. Walter Homolka, Potsdam Universität

-   Prof. Amy-Jill Levine, Vanderbilt Universität

-   Prof. Adele Reinhartz, University of Ottawa

-   Prof. Etienne Vetö, Päpstliche Universität Gregoriana

Ein Link zur Podiumsdiskussion finden Sie hier (Youtube).

Diskutant Professor Walter Homolka sprach die Frage an, wie Theologen Christentum definieren und verwirklichen können, sodass es der neuen Realität zwischen Christen und Juden gerecht wird und zugleich die christliche Identität auf eine solche Weise ausdrückt, dass es für heutige Christen bedeutungsvoll bleibt. Wenn von Christen erwartet wird, dass sie die jüdische Tradition respektieren und die christliche Theologie überdenken in Anbetracht der jüdischen (und anderen nicht-christlichen) Ansichten, dann sollten auf der anderen Seite die jüdischen Gesprächspartner sich ihrerseits auch darauf einlassen, die Rezeptionsgeschichte des Juden Jesus im Christentum zu respektieren und zu akzeptieren. Schließlich betone Prof. Homolka die Notwendigkeit, dass beide Traditionen ihre eigenen Geschichten reflektieren, einen respektvollen Umgang miteinander pflegen, und voneinander lernen.

Dr. Benedikt Haller, Gesandter der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl, richtete ein Grußwort an alle Teilnehmer des Diskussionsabends.

Über 200 Gäste nahmen an diesem EJCR-Event teil. Im Anschluss an die Diskussion fand ein Empfang statt zu Ehren des 5-jährigen Bestehens des Instituts für Jüdische Theologie der Universität Potsdam.

Vorankündigung:


Eine Konferenz zu "Christologie zwischen Judentum und Christentum" wird von den Universitäten Wien und Potsdam für Januar 2019 derzeit vorbereitet, als eine Initiative des Forschungs- und Publikationsprojekts Enzyklopädie für Jüdisch-Christliche Beziehungen (EJCR).