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Professur für Jüdische Religion und Philosophie

Am Lehrstuhl für Jüdische Religion und Philosophie im Altertum und Mittelalter kommt es auf das Wörtchen „und“ an, auf die Synthese von Religion und Philosophie, d. i. die Jüdische Religionsphilosophie, wie sie in den Standardwerken von I. Husik (1916), J. Guttmann (1933), G. Vajda  (1947), C. Sirat (1983) H. u. M. Simon (1984) abgehandelt wird. Das Lehrangebot deckt dabei eine Zeitstrecke von zweitausend Jahren ab, die von Philon in der Antike über Saadja Gaon und Moses ben Maimon im Mittelalter bis zu  Moses Mendelssohn an der Schwelle zur jüdischen Moderne reicht.  Dieser Zeitraum umfasst drei klassische Synthesen der Jüdischen Religionsphilosophie:       

  • die hellenistisch-jüdische  Synthese         
  • die arabisch-jüdische Synthese     
  • die  deutsch-jüdische Synthese

Die Jüdische Religionsphilosophie spricht in Alexandrien Griechisch, in Bagdad oder Cordoba  Arabisch und in Berlin Deutsch, sie bleibt aber auf die hebräischen und aramäischen Quellen des Judentums, in Stadtnamen gesprochen, auf Jerusalem zurückbezogen. Das Werk in dem Moses Mendelssohns zeigt, dass das Judentum kein Staat im Staate bildet und mit dem er die Emanzipationsepoche einleitet, heißt z. B. ausgerechnet Jerusalem. Auf den Spannungsbogen von Philosophie und Religion, von Exil und Domizil, oder  wieder in Stadtnamen gesprochen, von  Athen und Jerusalem, kommt es in diesem Fach an. Die Studenten der Jüdischen Theologie sollten im Laufe ihres Studiums einen Überblick über die drei Epochen der Jüdischen Religionsphilosophie bekommen und mindestens einen Klassiker der Jüdischen Religionsphilosophie aus einer der Epochen sich zu eigen machen. In der Jüdischen Theologie setzen wir Schwerpunkte.

  • Die Klassiker werden in ihrem sprach- und geistesgeschichtlichen Kontext studiert. Ein Problem ist, dass Studenten der Jüdischen Theologie wie der Judaistik häufig  keine spezielle philosophische Ausbildung haben. Sie lesen platonische  oder aristotelische, leibnizianische oder kantianische Werke ohne eine Ahnung von Platon oder Aristoteles, Leibniz oder Kant zu haben. Wir legen Wert darauf, dass diese philosophiegeschichtlichen Hintergründe der jüdischen Werke aufgehellt und die dazu nötigen terminologischen und doktrinalen Kenntnisse erworben werden.
  • Die Klassiker werden in der Jüdischen Theologie selbstverständlich mit theologischem Erkenntnisinteresse studiert, aus dem sie auch entstanden sind. Das heißt insbesondere, dass sie nicht nur aus judaistischem und historischem Interesse auf dem Programm stehen, sondern, wie das bei Klassikern auch sonst üblich ist, mit normativem Geltungsanspruch auftreten. Das bedeutet nicht, wie eben schon gesagt, dass wir den historischen Abstand zu den Klassikern ignorieren, aber das heißt, dass wir uns von ihrer Synthese unter gewandelten Bedingungen ansprechen lassen und z. B. der Frage nachgehen, was der bleibende theologische Ertrag ihrer Arbeit ist, so wie z. B. Salomon Maimon und Nachman Krochmal die Synthese des Maimonides unter der kantianischen und der hegelianischen Voraussetzungen wiederholt haben.

Da der Zeitraum, die Quellen und die Sprachen, die das Fach abdecken muss immens sind, bieten Dozent und Assistenten am Lehrstuhl immer auch  zusätzliche Veranstaltungen an,  um die Lücken zu füllen.

Bild: Homolka

Campus Am Neuen Palais / Haus 2, Raum 2.01

E-Mail: daniel.krochmalnik@uni-potsdam.de

Tel.: (+49)331/977-124932

Sprechzeiten: in der vorlesungsfreien Zeit nach Vereinbarung.

Bild: Homolka

Akademische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Foto: privat

Rabbiner Eli Reich, M.A.

Campus Am Neuen Palais / Haus 2, Raum 2.11

E-Mail: elreich@uni-potsdam.nomorespam.de

Sprechzeiten: Nach Vereinbarung.

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Juliane Schnürle, M.A.

Campus Am Neuen Palais / Haus 2, Raum 2.10

E-Mail: julteckl@uni-potsdam.nomorespam.de
Tel.: (+49)331/977- 4933

Sprechzeiten: Nach Vereinbarung:

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Sekretariat

 

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