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Doktorandenkolloquium Religion und Philosophie

 (von links) Juliane Schnürle, Schwester Raphaela Brüggenthies, Dr. Silvia Richter, Rolf Blase, Rabbiner Eli Reich, Prof. Dr. Daniel Krochmalnik, Julia Pohlmann und Frank Scheerer

Die Teilnehmer_Innen des Doktorandenkolloquiums Religion und Philosophie der School of Jewish Theology treffen sich während der Vorlesungszeit einmal im Monat. Bei den Sitzungen des vergangenen Semesters stellten sie erstmals ihre Promotionsprojekte vor, die in nachfolgenden Diskussionen in der Gruppe miteinander besprochen und diskutiert wurden. Die letzte Sitzung vom 15.02.2019 befasste sich mit dem Thema „Beten hinter Stacheldraht“, einem Thema, das inhaltlich von mindestens drei Projekten in der einen oder anderen theologischen Fragestellung untersucht wird. 

Wie unterschiedlich Gebete und Gebetssprache in den Überlebensberichten von Elie Wiesel und David Weiss-Halivni oder im Tagebuch der Etty Hillesum zum Ausdruck kommen, ob Anklage und Protest im Gebetsmodus zur Vergegenwärtigung und Aktualisierung traditioneller Gebete wird, Ausdruck und Interpretation kabbalistischer Motive oder fernab aller Konventionen eine ganz neue Sprache finden kann, hat das Kolloquium in Präsentationen zusammen herausarbeiten können.

Marion Eichelsdörfer

Elie Wiesels Überlebensbericht “Die  Nacht“ basiert auf dessen jiddischsprachiger Vorversion "...un di welt hot geschwign". Innerhalb des Dissertationsprojektes wird der jiddische Text wissenschaftlich kommentiert und einem synoptischen Textvergleich mit den nachbearbeiteten Versionen von “Die Nacht“ unterzogen. Als Arbeitsgrundlage wurde “...un di welt hot geschwign“ erstmals vollständig ins Deutsche übersetzt.

Frank Scheerer

The Messianic Momentum in Jamaica’ s Literature and Culture in Erna Brodber’s œuvre and the idea of Jewish/Black diasporas


Jewish, Christian, eurocentric and afrocentric traditions are merging in the Caribbean. They are transformed into a unique cultural chiffre in the fictional texts of the Jamaican writer Erna Brodber (Creolization/Hybridity/Syncretism) who narrates from a female gender perspective. The concept of ‘Exile’ was borrowed from a Jewish context, the Hebrew Bible, and translated into a ‘Black Space’. The author writes as a Rastafarian conscious of an exile that was forced on her people. Five of her novels will be analyzed and read in the light of Black and Jewish thought in this study.

Rolf Blase

I. L. Peretz‘ „volkstümliche Geschichten“ im Spannungsfeld zwischen Tradition und InnovationBetreuung: Prof. Dr. Daniel Krochmalnik (Universität Potsdam), Prof. Dr. Annette Werberger (Viadrina Frankfurt/Oder)Das Promotionsprojekt untersucht den Umgang des jiddischen Schriftstellers I. L. Peretz (1852-1915) mit Stoffen, Motiven und Themen der jüdischen Tradition und Literatur und behandelt darüber hinaus auch die Frage nach nicht-jüdischen Einflüssen im Werk von Peretz.

Juliane Schnürle

Die chassidischen Schriften von Elie Wiesel und die theologische Bedeutung des Chassidismus im 20. Jahrhundert

In den Célébration hassidique I (1972) und II (1981) porträtiert Elie Wiesel (1928-2016) einige chassidische Meister seiner Kindheitserinnerung. Anhand einer Quellenanalyse und einem Vergleich zu den chassidischen Erzählungen Martin Bubers soll das Dissertationsprojekt die theologische Bedeutung des Chassidismus im 20. Jahrhundert herausarbeiten.

Rabbiner Eli Reich

“The Case of Korah: The midrashic transformation of a biblical narrative and its reception-history, interpreted in light of political philosophy”In the Torah/Pentateuch (Book of Numbers chapters 16-17) Korah leads a rebellion against the authority of Moses and Aaron. The post-biblical midrashic reception-history of this narrative transforms the biblical story into an exploration of issues at the heart of Rabbinic Judaism. After an initial discussion of the biblical narrative in light of contemporary critical scholarship, my dissertation will focus on the various themes found in rabbinic and post-rabbinic literature relating to Korah. A reception-history of the post-rabbinic period will treat Jewish and non-Jewish texts, which display the rich potential of the narrative for debates on religious questions, cultural formations, and political theory.