uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Professur für Biblische Archäologie - Archäologie der Biblischen Länder

Bild: Prof. B. Schwarz

In diesem Studienschwerpunkt der Jüdischen Theologie geht es um die Untersuchung der materiellen Hinterlassenschaften und ihrer kulturellen Zusammenhänge in den Ländern der Bibel und aus den zeitlichen Epochen, in der die biblischen Bücher entstanden sind, also dem 1. Jahrtausend v.d.Z., ab der Zeit der Könige von Juda in der Eisenzeit und unter Berücksichtigung von Vorläufern der späten Bronzezeit.

Archäologische Artefakte und bauliche Strukturreste werden im historischen Umfeld beschrieben und eingeordnet sowie, sofern möglich, zeitgenössischer literarischer Überlieferung zugeordnet. Dabei stellt die umfangreichste erhaltene schriftliche Quelle die Bibel dar, doch ist sie bei weitem nicht die einzige: auch Keilschrifttexte aus der Zeit der assyrischen und babylonischen Herrschaft in der südlichen Levante gehören dazu, Schriftgut aus den Nachbarländern wie Ägypten, Inschriften in Stein oder Ton und die kommentierende rabbinische Literatur, die ein Licht auf die politischen und sozialen Gegebenheiten der jeweiligen Epoche werfen und aus ihrer jeweils unterschiedlichen Perspektive bestätigend oder in Widerspruch zu den Inhalten der Texte stehen.

Bild: Prof. B. Schwarz

Die Aussage einer Quelle ist oft fraglich aufgrund ihres schlechten bzw. unvollständigen Erhaltungszustandes oder einer fehlenden Funddokumentation. Nicht selten ist der Fundort gar nicht mehr rekonstruierbar, teilweise muss auch die Möglichkeit einer vorliegenden Fälschung in Betracht gezogen werden. Dies gilt für Text und Artefakt gleichermaßen und wird für die Herangehensweise bei der Untersuchung in sachgerechten methodischen Ansätzen gelehrt. Das bedeutet für den archäologischen Teil die wissenschaftliche Betrachtung der Siedlungsplätze und der materiellen Kategorien nach ihren eigenen Kriterien, so zum Beispiel architektonische Strukturen in ihrer Schichtenfolge, Tonware als gutes Mittel zur Datierung, Objekte aus Eisen, Stein, Glas und mehr und ab persischer Zeit auch Münzen in ihrer chronologischen Abfolge. Für die schriftlichen Quellen sind Zeit und Ort der Entstehung, Auftraggeber und Adressat aussagekräftig und werden kritisch diskutiert.

Per definitionem wird an der Schnittstelle zweier Wissenschaften - der Archäologie und der Bibelwissenschaft - mit dem Ziel geforscht, das Verständnis historischer Entwicklungen und das Wissen um kulturgeschichtliche Zusammenhänge zu erweitern.

Im Studienverlauf werden grundlegende Untersuchungsmethoden der Archäologie für den geographischen Raum Israel und Jordanien vermittelt, auch solche technischer und naturwissenschaftlicher Art, sowie die Erstellung von Planungselementen für eine Ausgrabung und die dokumentarische Fundaufnahme vorgestellt.

Foto: privat

Prof. Bettina Schwarz, M.A. DHL

Campus Am Neuen Palais / Haus 2, Raum 2.10
Schwarz Bibliothek / Oranienburger Str. 32, 10117 Berlin
E-Mail: beschwar@uni-potsdam.nomorespam.de

Sprechzeiten: nach Vereinbarung


Foto: privat

Akademische Mitarbeiterin

Foto: privat

Sophia Charlotte Fock, M.A.

Campus Am Neuen Palais / Haus 2, Raum 2.10
Schwarz Bibliothek / Oranienburger Str. 32, 10117 Berlin
E-Mail: sfock@uni-potsdam.nomorespam.de

Sprechzeiten: nach Vereinbarung

 

 

Foto: privat